Hamburg,
21. März 2010
Der Hamburger Künstler Klaus Kumrow †
ist heute im Alter von 50 Jahren gestorben. Im Universitätskrankenhaus
der Hansestadt erlag er einer Krebserkankung.
Kumrow, der 1987 als jüngster Künstler zur Documenta 8 eingeladen
worden war, zählte zu den renommiertesten deutschen Bildhauern. Seine
Skulpturen aus Holz, Stahl und Glas sowie seine Aquarelle und abstrakten Fotoarbeiten
sind in Museen und großen Sammlungen zu finden, darunter etwa in der
Nationalgalerie in Berlin, den Kunsthallen in Hamburg, Bremen und Kiel sowie
in der Sammlung der Deutschen Bank und der Bundessammlung zeitgenössischer
Kunst.
Kumrow, der an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg studiert
hatte, gehörte zu den führenden Köpfen der sogenannten Modellbauer,
einer Bewegung von Künstlern, die Skulptur und Architektur miteinander
verschmelzen ließen. Auch seine abstrakten Farbfotoarbeiten sind Beispiele
früher selbstreferentieller Künstlerfotografien – einer Kunstform,
die später etwa durch die gegenstandslosen Farbarbeiten eines Wolfgang
Tillmans öffentliche Aufmerksamkeit erzielte.
In den letzten Wochen seines Schaffens arbeitete Kumrow an einer abstrakt-figurativen
Bronze-Serie, deren dritter Teil unvollendet blieb.
Silke Müller






